Die Form wurde an der Töpferscheibe mit 400 g Porzellanton frei gedreht und getrimmt.
Im lederharten Zustand trage ich mit einem Faden, den ich zwischen meine Finger spanne, den Schellack in einem feinen Raster auf (1).
Anschließend schließe ich einzelne Felder mit Lack. Mit einem nassen Schwamm wird das Porzellan an den unbedeckten Stellen herausgelöst,
so dass zwischen den orangen Lackflächen, die ein Ablösen verhindern, kleine "Täler" entstehen.
Diese fülle ich mit einem Pinsel und verschiedenfarbigen Engoben wieder auf (2).
Im trockenen Zustand werden alle Farbreste abgewischt (3). Nachdem die Stücke vollkommen trocken sind, werden sie bei 1040 °C gebrannt.
Im Ofen verbrennt der organische Schellack und das cremeweiße Porzellan kommt zum Vorschein.
Nach dem Schrühbrand schleife ich die farbigen Flächen, so dass überall klare Kanten zwischen den farbigen Flächen und dem weißen Porzellan entstehen.
Die fertigen Becher wiegen ungefähr 120 g und haben ein Fassungsvermögen von 250 ml (4).
Glasur: transparent (außen)
Schrühbrand: 1040 °C
Glasurbrand: 1240 °C